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WEC: Baguette, wie wär‘s mit dem Siegertreppchen?
Francorchamps, das liebt er! Den Proto, den hat er ganz schnell lieben gelernt. Die World Endurance Championship ist seine neue Rennleidenschaft geworden. Bei den Protos fühlt er sich halt wohl. Bertrand Baguette, ein Fahrer voller Talent, kommt in sein Reich zurück. Vom Elternhaus bis zur Einfahrt der La Source sind es nur wenige Tritte aufs Gaspedal und gerade mal 20 bis 25 Minuten. Achtung, Radarfallen!
Hier ist man weit weg von Amerika, dem Kontinent, den Bertrand hoffentlich eines Tages wiedersieht. Den Coup der 500 Miles von Indianapolis, den möchten wir nochmal erleben, und wer weiß, vielleicht mit dem besonderen Vergnügen, unsere Nationalhymne zu hören.
Leider kann man aber die Geschichte und vor allem die eines Rennfahrers nicht im Zeitraffer schreiben. Warten wir also bis Samstag, den 5. Mai, und auf einen der schönsten Wettbewerbe unseres Kalenders – die WEC 6 Hours of Spa-Francorchamps – um Bertrand im Rennfahreroverall zu sehen.
Und was für ein Overall! In der weiten Welt des Autorennsports haben sich einige Sponsoren ins Gedächtnis eingeschrieben. Cowboy, bleib auf deinem Pferd! Im Proto-Sport gibt es einen, der schon seit Jahren mit diesem grandiosen Abenteuer verbunden ist: Gulf. Sein Logo, seine Farben, sie stehen für den Proto-Sport.
Diese Farben verteidigt Bertrand also in zwei Wochen auf der schönsten Rennstrecke der Welt.
Als Mitglied des Teams OAK-Pescarolo Judd LM P1 - Benziner weiß unser Landsmann, dass der Sieg ein unerreichbarer Traum ist… Wir sind ja nicht in einem Comic von Michel Vaillant, obwohl in sechs Stunden eine Menge passieren kann. „Einen Platz auf dem Treppchen erhoffen, falls Audi in Schwierigkeiten gerät? Warum nicht!“ äußert unser Landsmann.
Francorchamps mit Proto-Sport, das bringt ihn auf Ideen, vor allem weil er bei den 12 Stunden von Sebring bewiesen hat, dass er es drauf hat. „Natürlich bin ich bei einem Rennen mit Teamkollegen ein anderer, und in Francorchamps, wo ich so gut wie immer am Steuer eines Einsitzers gekämpft habe, wird das etwas vollkommen Neues für mich sein.“
Die Umstände ändern sich also: „Selbstverständlich würde ich bei 45-minütigen Sprints mit einer anderen Haltung an den Start gehen. Bei der WEC dauert das Rennen aber sechs Stunden; das muss man sich also ganz anders einteilen. Ich freue mich, mit unserem Proto wieder auf meine Rennstrecke zurückzukehren und sie neu zu entdecken. Ein Proto ist schwerer, darum ist sein Fahrverhalten anders, vor allem in den langsamen Kurven wie der Chicane oder La Source. Bei der Raidillon, der Doppel-Links oder Blanchimont ist es das Gleiche. Den rechten Fuß voll durchgedrückt…“ und als Zugabe vielleicht ein Platz auf dem Treppchen? Genau darauf hoffen hunderte Fans, die schon nach ihrem Sitz auf der großen Tribüne gegenüber den Boxen geschielt haben. Macht mal ordentlich Kracht!
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