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WEC: Endurance made in Belgium

Sie kommen! Noch drei Wochen, dann erstrahlt Francorchamps im Glanz der WEC. Die Saison 2012 der Autosport-Meetings gönnt sich ein außergewöhnliches Spektakel: die Prototypen, die an der FIA World Endurance Championship teilnehmen. Genauer: die Teilnehmer der berühmten 24 Stunden von Le Mans. Die WEC 6 Hours of Spa-Francorchamps: ein neuer Name für dieses Rennen, das der Geschichte der schönsten Rennstrecke der Welt seinen Stempel aufgedrückt hat. Zur vormaligen „Weltmeisterschaft der Sportwagen“ kamen die Prototypen mit den rassigen Konturen 1963 hier an. Bei dieser Premiere in unserem Land hatten wir dank des Sieges von Willy Mairesse in einem Ferrari 250 GTO Recht auf die belgische Nationalhymne. Eine Meisterleistung, die er zwei Jahre später wiederholte.

Tatsächlich steht den Prototypen Schwarz-Gelb-Rot sehr gut. So hat sich Jacky Ickx gleich fünf Mal durchgesetzt: 1967, 1968, 1974, 1982 und 1983. Mit seinen brillanten Leistungen in unseren Ardennen würfelte Jacky schon bald die Hierarchie der Proto-Sports durcheinander, um einfach „Monsieur Le Mans“ zu werden. 17 Mal war er auf der Starterliste des Rennens in Le Mans zu finden und schaffte es 1969, 1975, 1976, 1977, 1981 und 1982 auf die höchste Stufe des Treppchens. Und Jacky hinterließ sogar bei vielen einen bleibenden Eindruck, besonders als er während eines der berühmten Starts zu Fuß losging. Er nahm sich Zeit, Anschluss zu bekommen, setzte sich auf den letzten Platz – und schlürfte 24 Stunden später den Siegeschampagner. Das hat Klasse, Gentleman!

Auch Olivier Gendebien und Paul Frère gehörten zu unseren Ausnahmechampions.

Zurück nach Francorchamps, wo Belgien noch auf Thierry Boutsen zählen konnte, der durch einen Sieg mit einer einzigen Sekunde Vorsprung auf Derek Warwick ein Kapitel unserer Anthologie schrieb. Das Video ist zu sehen auf http://francorchamps5.skynetblogs.be/archive/2009/10/03/1000km-spa-1986-une-bataille-royale.html

 Da die Geschichte jedoch ihre Launen hat, konnten wir schon seit Ewigkeiten nicht mehr so bei einem „Proto“-Rennen mitfiebern.

Für diese 2012er-Ausgabe der WEC 6 Hours of Spa-Francorchamps am Samstag, dem 5. Mai können wir im Stillen von einem Sieg träumen, was zwar sehr gewagt ist (seien wir mal ganz besonders patriotisch), oder realistischer von einem Platz auf dem Treppchen in den belgischen Farben.

Mit zwei Audi R18 e-tron Quattro und zwei Audi R18 Ultra sollte sich der Autobauer aus Ingolstadt eigentliche keine Sorgen machen müssen. Bis auf die Tatsache, dass man bei einem sechsstündigen Rennen viele Wendungen erleben kann. Ein kurzer Blick zurück auf das Video der Ausgabe von 2011 liefert Ihnen den Beweis.

Also… Belgien kann auf einen gewissen Bertrand Baguette und seinen Oak Pescarolo-Judd zählen. Bertrand, in Francorchamps und anderswo zu Hause… Er hat dieses Winner-Feeling, das Berge versetzt. Seine Siege im Renault 3.5 errang er mit Klasse und Rasse. Vor einem Jahr führte er im Allerheiligsten der Amerikaner bei den 500 Miles von Indianapolis vier Runden vor Schluss die Kavallerie an. Wie man mit Husarenstücken liebäugelt, das weiß er. Träume also, träume, braves belgisches Volk!

Das ist doch schon mal ein guter Grund, nichts vom Spektakel des 5. Mai und der 2012er-Ausgabe der WEC 6 Hours of Spa-Francorchamps zu verpassen. Wenn Sie außerdem die Liste der Teilnehmer überfliegen, sehen Sie, wie fürstlich das Menü ist! 

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