„Für die Zukunft investieren: erste Phase der Arbeiten im Rahmen der Rückkehr des internationalen Wettbewerbs EWC 24H SPA MOTOS“

Pressemitteilung

09.10.2020
„Für die Zukunft investieren: erste Phase der Arbeiten im Rahmen der Rückkehr des internationalen Wettbewerbs EWC 24H SPA MOTOS“
« Investir pour le futur : première phase des travaux dans le cadre du retour de la compétition internationale EWC 24H SPA MOTOS »

„Für die Zukunft investieren: erste Phase der Arbeiten im Rahmen der Rückkehr des internationalen Wettbewerbs EWC 24H SPA MOTOS“

 

Die Rennstrecke von Spa-Francorchamps freut sich, am heutigen Tag den Startschuss des Verfahrens für die erste Phase der Arbeiten im Rahmen der Rückkehr des internationalen Wettbewerbs EWC 24H SPA MOTOS bekannt zu geben.

 

Mitte Mai 2019 war gemeinsam mit Eurosport Events die Rückkehr der Langstreckenweltmeisterschaft nach Spa-Francorchamps für den Juni 2022 angekündigt worden. Dieser Ankündigung folgt heute der nächste Schritt.

 

Im Zuge dessen wurde ein Zehn-Jahres-Plan mit Investitionen in Höhe von 80 Millionen Euro vorgestellt, um die Strategie zur Diversifizierung der Aktivitäten der Rennstrecke und die Modernisierung ihrer Infrastrukturen zu unterstützen.

 

Melchior Wathelet, Präsident des Verwaltungsrats der Rennstrecke von Spa-Francorchamps: „Heute gehen wir die Zukunft einer historischen Rennstrecke an, oder besser gesagt: Wir leiten das Verfahren ein, das aus Spa-Francorchamps die historische Rennstrecke der Zukunft macht. Die Diversifizierungsstrategie ist in vollem Gange.“

 

Dazu Nathalie Maillet, CEO der Rennstrecke von Spa-Francorchamps: „Dank der für die nächsten zehn Jahre gebilligten Investitionen werden wir zeigen, dass aus Träumen Wirklichkeit werden kann. Mit einem so prestigeträchtigen Endurance-Rennen zu starten, ermöglicht uns, unser erstes Etappenziel in unserem „Motorradprojekt“ zu erreichen.“

 

In diesen für die Aktivitäten und die Wettbewerbe, die aufgrund der Covid-19-Pandemie unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, schwierigen Zeiten kommt dieser Ankündigung umso größere Bedeutung zu. Auch wenn die Wettkämpfe die DNA der Rennstrecke von Spa-Francorchamps sind, haben sie ohne begeisterte Fans doch nicht dieselbe Atmosphäre. Daher wird dieses Projekt von groß angelegten Baumaßnahmen für die Zuschauer flankiert.

 

Willy Borsus, Vizepräsident der Wallonie, Minister für Wirtschaft, Forschung und Innovation, Digital, Landwirtschaft, Stadtplanung und Raumordnung, für das Wallonische Institut für die alternierende Ausbildung der Freiberufler und der Klein- und Mittelbetriebe und für Kompetenzzentren: „Heute stehen Investitionen auf der Tagesordnung, und als Wirtschaftsminister freut mich das sehr. Im Rahmen der Rückkehr der Motorrad-Langstreckenweltmeisterschaft wurden umfassende Überlegungen sowohl zu den Baumaßnahmen angestellt, die für die Rückkehr der internationalen Motorradmeisterschaft erforderlich sind, als auch zu den Infrastrukturen der Rennstrecke, denn bei der Leitung eines Unternehmens geht das eine nicht ohne das andere. Die kurz-, mittel- und langfristigen Perspektiven müssen in Einklang gebracht werden, und man muss rational investieren, um dabei eine Rendite zu erzielen. Daher ist diese Investition ein wirksames Instrument mit langfristiger Ausrichtung, das sich hier und jetzt der Zukunft verschreibt. Die heutige Ankündigung stellt die erste Phase einer größeren Investition dar, die auf zehn Jahre ausgelegt ist und sich auf 80 Millionen beläuft. Die Rennstrecke finanziert dies alles folgendermaßen: mit Eigenkapital in Höhe von 21 Mio. EUR, einem Bankdarlehen von 29,5 Mio. EUR und einem rückzahlbaren Darlehen von Sogepa, einem weiteren Instrument für die wallonische Wirtschaft, über 29,5 Mio. EUR.

 

Die künftigen Arbeiten gliedern sich in zwei Achsen:

- Den Kurs

- Die Infrastrukturen

 

Der Kurs:

 

Um Austragungsort der EWC 24H SPA MOTOS sein zu können, ist die FIM-Homologation Grade C erforderlich. Die Rennstrecke hatte sich verpflichtet, den Verlauf des Kurses nicht zu ändern, was sie eingehalten hat. Bei den Arbeiten handelt es sich daher hauptsächlich um die Erweiterung der Auslaufzonen und die Einrichtung von Kiesbetten in fünf Kurven: La Source, Raidillon, Blanchimont, Les Combes und schließlich Stavelot.

 

Die Infrastrukturen:

 

Die Infrastrukturen der Rennstrecke veralten und sind der schönsten Rennstrecke der Welt nicht mehr würdig. Statt eines Ab- und Wiederaufbaus wurde entschieden, die Arbeiten am Kurs mit den für die Zuschauerbereiche dringend notwendigen Infrastrukturarbeiten zu verknüpfen.

 

Der prominentesten Stelle der Rennstrecke - der Raidillon - mangelt es erheblich an Tribünen.

 

  1. Die überdachte Tribüne der Raidillon

 

Sie wird über eine Kapazität von fast 4.600 Sitzplätzen mit Panoramablick von allen Punkten der Tribüne aus auf La Source, die Endurance-Zone und die Raidillon verfügen.

 

  1. Die Logen der Raidillon

 

Auf der gesamten Länge der Tribüne werden fünf Logen eingerichtet, die insgesamt 1.050 Personen Platz bieten können.

 

So würde eine andere Tribüne überflüssig: die 24-Stunden-Tribüne. Die Erweiterung der Auslaufzone der Fahrbahn war Ausgangspunkt für die umfassendere Überlegung zur Neugestaltung ihrer Umgebung am Ausgang der La-Source-Kurve, in der Endurance-Abfahrt, wo ebenfalls neue Infrastrukturen errichtet werden: überdachte Tribüne, Sitzränge, Logen.

 

  1. Die Endurance-Tribüne

 

Es werden 4.144 Sitzplätze mit Panoramablick von allen Punkten der Tribüne aus auf La Source, die Endurance-Zone und die Raidillon eingerichtet.

 

  1. Die Endurance-Sitzränge

 

Sie werden aus 3.000 Sitzplätzen mit Einbettung in die Landschaft bestehen, wobei das natürliche Gefälle des Geländes berücksichtigt wird.

 

  1. Die Endurance-Logen

 

Zwei übereinanderliegende Logen werden die Tribünen überragen. Jede Loge hat eine Fläche von 315 m2, und sie bieten Platz für 400 Personen.

 

Das ergibt somit mehr als 13.000 neue Sitzplätze, zu denen 4.000 vorhandene auf der Formel-1-Tribüne und 9.000 auf den Rallycross-Sitzrängen kommen, sodass die Sitzplatzkapazität der Rennstrecke verdoppelt wird.

 

Es ist ein Großprojekt, das die Rennstrecke heute auf den Weg bringt. Es setzt die Dynamik fort, die vor vier Jahren ihren Anfang nahm, um diesen Veranstaltungsort kapazitätsmäßig in Bestform und auf einem international exzellenten Niveau zu halten.